8 Gründe, warum ich die Arbeit mit Somatic Experiencing liebe

warum ich es liebe, mit Somatic Experiencing zu arbeiten

Ich liebe es, mit Somatic Experiencing zu arbeiten, weil es den Körper mit Empfindungen, Impulsen und Imagination in die Therapie mit einbezieht.
Ich lernte bereits viele Therapieverfahren kennen, hatte aber nie den Eindruck, dass es mir nachhaltig hilft. Ich hatte vieles kognitiv verstanden und über viele Themen geredet, aber irgendwie haben mein Körper und mein Nervensystem es nicht verstanden. Jetzt weiß ich, warum: Die in den Therapiestunden gewonnenen neuen Informationen und Erfahrungen sind in meinem Nervensystem und somit auch nicht in meinem Körper angekommen.

Beim Somatic Experiencing (SE) war das anders: Ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass mein Nervensystem wirklich begreift, dass die Situationen nun vorbei sind und dass ich hier und heute sicher bin.

Ähnlich ging es mir in meiner Praxis, in der ich als Paarberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie arbeitete. Oft wurde ich in den Sitzungen mit Traumata konfrontiert und war unsicher, wie ich verfahren könne. Ich habe gemerkt, dass meine Klient*innen häufig an einem Thema „hängen“ blieben. Es war den meisten kognitiv klar, dass sie unverhältnismäßig reagierten, sie konnten es aber nicht ändern.
Neue Wege und die Veränderung des Verstandes kamen im Inneren nicht an.

Mit Somatic Experiencing ist das anders und darum liebe ich es!

Mit Somatic Experiencing kann ich meinen Klient*innen Sicherheit im eigenen Körper vermitteln

Somatic Experiencing gibt dem Körper und dem Nervensystem das Gefühl von subjektiver Sicherheit zurück. Sicher im Hier und Heute! Ich liebe es, meine Klient*innen dabei zu unterstützen, dieses Gefühl zu entwickeln, wahrzunehmen und wertzuschätzen. Es freut mich jedes Mal aufs Neue zu erleben, wie sie wieder tiefer atmen, ruhiger werden und erleichtert lächeln.

Somatic Experiencing verändert das Nervensystem nachhaltig

Somatic Experiencing war die erste Therapiemethode, die bei mir nachhaltig eine Veränderung bewirkt hat. Ich weiß noch, wie ich 2017 wahrgenommen habe, dass mein Gesicht auch ohne erkennbaren Stress immer wieder verhärtete. Nach einer SE Sitzung war das plötzlich weg. Ich war total fasziniert davon, dass meine Gesichtsmuskulatur total weich geworden ist. Und dieser Effekt ist auch geblieben!

Eine Klientin bestätigte mir neulich ebenfalls, dass sie durch die Arbeit mit SE eine starke innere Haltung entwickeln konnte, die sie inzwischen ganz selbstverständlich ausstrahlt und die sich positiv auf ihre Umgebung auswirkt. Ich freue mich so sehr darüber!

Somatic Experiencing hilft bei einer Vielzahl von Symptomen und Traumata

SE kann bei folgenden Symptomen und Traumata helfen (eine Auswahl):

Die Links oben führen zu Blogartikeln, die ich über diese Themen geschrieben habe.

Beim Somatic Experiencing ist Neugierde willkommen

Im Somatic Experiencing bin ich neugierig auf meine Klient*innen, denn ich weiß nie, was mich erwartet und wie es weitergeht. Gleichzeitig lade ich meine Klient*innen immer wieder ein, ebenfalls neugierig auf sich zu sein. Oft sind sie sehr erstaunt, welche Körperwahrnehmungen oder Impulse sich zeigen!

Somit ist eine der häufigsten Fragen, die ich meinen Klient*innen stelle:

„Und wenn du neugierig in dich horchst … was nimmst du wahr?“

Somatic Experiencing ist eine sehr sanfte Methode der Traumabearbeitung

Kaum zu glauben, aber mit SE kann man arbeiten, ohne in eine Geschichte eintauchen zu müssen! Bei manchen Menschen ist es so, dass sie sich vor einer Therapie scheuen, weil sie nicht in der Vergangenheit rumkramen müssen. Beim SE arbeite ich mit dem, was hier und heute passiert. Ja: es gibt eine Geschichte in der Vergangenheit. Und für manche Menschen ist es auch hilfreich, ihre Geschichte zu erzählen. Manche Menschen möchten diese Geschichte jedoch nicht nach außen tragen, auch wenn sie unter ihren Folgen leiden.
Ich finde es wunderbar, nicht in die Geschichte eintauchen zu müssen. Es verhindert das Abtauchen in die Vergangenheit sowie Retraumatisierungen.

Somatic Experiencing eignet sich auch für Online Sitzungen

Besonders für Menschen mit Long Covid ist das hilfreich! Natürlich ist es schöner, sich gegenüberzusitzen. Doch wenn jemand nicht in der Lage dazu ist, ist es durchaus möglich, online miteinander zu arbeiten. Fast alle Tools vom SE lassen sich online umsetzen.
Die Online-Arbeit hat zwei Vorteile:

  • Keine Wegezeit und Anstrengung (da ich Long Covid habe, bin ich generell sehr dankbar für jede Möglichkeit, einen Weg zu sparen)
  • Größere Auswahl, eine*n passende*n Therapeut*in zu finden

Mein SE-Therapeut z. B. wohnt und arbeitet 600 km von mir entfernt. Er war Senior-Assistent in meiner Ausbildung und seit 2 Jahren nehme ich einmal im Monat eine Sitzung bei ihm. Online natürlich.

Somatic Experiencing schenkt mir ein vielfältiges Arbeitsfeld

Ich arbeite mit Somatic Experiencing mit Einzelpersonen und Paaren in meiner Praxis in Berlin Waidmannslust und auch online. Und ich arbeite mit SE online in meinen Kursen zur Nervensystemregulierung bei LongCovid.

  • Bei Einzelpersonen arbeite ich überwiegend mit SE, um Traumata zu verarbeiten.
  • In der Arbeit mit Paaren nutze ich SE, wenn ich es für sinnvoll erachte. Auch wenn es keine Methode der Paartherapie ist, bin ich sehr froh, SE als Tool auch bei Paaren zur Verfügung zu haben. In Partnerschaftskonflikten werden relativ häufig auch traumatische Gefilde „betreten“ und dann ist es gut, diese Traumastrudel wieder einfangen zu können. Dabei hilft mir SE.
  • Dank SE habe ich viel Erfahrung mit der Arbeit mit dem Nervensystem bekommen und kann das in meinen Kursen weitergeben. Aufgrund meiner eigenen Long Covid-Erfahrung richte ich mich damit an Menschen mit LongCovid, PostVac und ME/CFS.

Ich liebe es, dank Somatic Experiencing die Ressourcen meiner Klient*innen zu finden und zu stärken

Wirklich faszinierend finde ich, dass man bei SE immer eine Ressource findet. Ich liebe es, wenn die Menschen ihre Ressourcen finden, die Ihnen gar nicht klar gewesen ist.

Zum Beispiel, wenn jemand etwas wirklich Schlimmes erlebt hat und keine Idee hat, wo da eine Ressource gewesen sein soll. Wenn ich dann frage, wie die Person das überlebt hat, fällt ihr z. B. eine Eigenschaft ein, die unterstützend war – da ist die Ressource!

Oder wenn jemand sagt, der ganze Körper sei angespannt und ich die Person dann auf die Suche schicke nach einem klitzekleinen Teil, der etwas weniger angespannt ist. Einmal sagte eine Frau „mein Haaransatz“ – sehr gut, da haben wir eine Ressource!

Ich liebe solche Momente, wenn meinen Klient*innen bewusst wird, dass es auch einen guten Teil gab und gibt und dorthin den Fokus zu richten! Für die meisten Menschen ist dies eine wunderbare und stärkende Erfahrung.

Hast du schon Erfahrung mit Somatic Experiencing gemacht? Schreib mir gern einen Kommentar, ich freue mich!

Bis bald und bleib neugierig auf dich!

Deine

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anke am strand in Dänemark, Lebensfreude und Energie trotz Longcovid

Hi, ich bin Anke!

Als Traumatherapeutin unterstütze ich dich darin, dein Nervensystem zu stabilisieren und wieder in deine Kraft zu kommen!

Das bekommst du von mir:

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